Servohydraulischer Umformsimulator

Der servohydraulische Umformsimulator ermöglicht neben der Aufnahme von Kalt- und Warmfließkurven auch die Abbildung von komplexen Temperatur- und Umformprofilen. Daraus kann zum Beispiel die Auswirkung eines Umformprozesses auf die Mikrostruktur des Werkstoffes dargestellt werden.
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Es können Flachstauch- und Zylinderstauchversuche durchgeführt werden. Spezialformen sind grundsätzlich möglich. Verschiedene Aufheiz-, Halte-, Abkühl-, und Umformschritte können praktisch beliebig kombiniert werden. Mehrfache Umformungen sind möglich. Über eine Serie von Doppelstauchversuchen kann so das Rekristallisationsverhalten dargestellt werden.
Die Umformung erfolgt in einem Ofen mit temperierten Werkzeugen, also unter isothermen Bedingungen. Die Umformgeschwindigkeit kann über den Versuch konstant gehalten werden. Je nach Probengröße sind Umformgeschwindigkeiten von 0,0001 s-1 bis zu 100 s-1 möglich.
Das Aufwärmen und Abkühlen der Probe erfolgt in der FTTU (Fast Thermal Treatment Unit). Das Aufheizen erfolgt induktiv, das Abkühlen mittels Luftstrom, Wassernebel oder Wasserstrahl. Sowohl die Aufheiz- als auch die Kühlraten können fast beliebig vorgegeben werden. Am Versuchsende ist auch ein Abschrecken der Probe im Wasserbad möglich.
Die Auswirkung der thermomechanischen Behandlung auf das Gefüge des Werkstoffes kann nach dem Versuch metallographisch ausgewertet werden.

Technische Daten